Cannabiswirtschaft begrüßt Ampel-Koalitionsvertrag als gute Ausgangsgrundlage

Cannabiswirtschaft begrüßt Ampel-Koalitionsvertrag als gute Ausgangsgrundlage
Neue “Cannabis-Kommission” soll Rahmenbedingungen (mit-)definieren – Neue BvCW-Arbeitsgruppe arbeitet an regulatorischer Begleitung

Berlin, 24.11.2021 – Die geplante rot-grün-gelbe Bundesregierung möchte die kontrollierte Abgabe von Cannabis als Genussmittel in lizenzierten Geschäften einführen. Der Branchenverband Cannabiswirtschaft e.V. (BvCW) sieht gute Grundlagen für einen künftigen vernünftigen Umgang mit allen Potentialen der Cannabispflanze.

Verbandspräsident Dr. Stefan Meyer macht hierzu deutlich: “Als Cannabiswirtschaft begrüßen wir den Koalitionsvertrag als gute Diskussionsbasis für anstehende Reformen im Cannabisbereich. Viele bisherige Erfahrungen aus anderen Ländern zeigen geeignete Wege. Gerne begleitet die Cannabiswirtschaft alle regulatorischen Fragen, wie z.B. wissenschaftsbasierte Qualitätssicherung, wirkungsvollen Jugend-, Verbraucher- und Gesundheitsschutz, sinnvolle Werbebeschränkungen und eine angemessene Besteuerung”.

Der BvCW hat hierzu eine Querschnittsarbeitsgruppe eingerichtet, die Vorschläge für alle relevanten Fragen fachlich begleiten wird. Legalisierungsfehler anderer Länder sollten in den anstehenden Prozessen möglichst vermieden werden.

Über diese weitreichenden Fragen einer kontrollierten Abgabe von Cannabis als Genußmittel  dürfen die notwendigen Reformen im Bereich Medizinalcannabis und Nutzhanf nicht vergessen werden. “Wir schlagen die Einrichtung einer Cannabis-Kommission nach Vorbild der Kohle-Kommission vor, in der Expertinnen und Experten aus gesellschaftlich relevanten Bereichen über die konkrete Ausgestaltung der Cannabisregulierung beraten”, fordert Verbandsgeschäftsführer Jürgen Neumeyer. “Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit der neuen Regierung”, so Neumeyer weiter.

Einer aktuellen Berechnung von Prof. Dr. Justus Haucap vom Düsseldorfer Institut für Wettbewerbsökonomie (DICE) der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) wird ein finanzieller Vorteil der regulierten Cannabis-Abgabe von mindestens 4,7 Milliarden Euro erwartet. Die Studie können Sie hier herunterladen: www.cannabiswirtschaft.de/wp-content/uploads/2021/11/Fiskalische_Effekte_Cannabislegalisierung_final.pdf

Der 6-Punkte-Plan “Aufbruch Cannabis 2021” mit den wichtigsten Forderungen für die Koalitionsverhandlungen: www.cannabiswirtschaft.de/presse/aufbruch-cannabis-2021/ 

Dies bisherigen Aussagen der Parteien und FachpolitikerInnen sind hier dokumentiert: www.cannabiswirtschaft.de/aussagen-zu-cannabis/