Wir werden die Stimme der Cannabiswirtschaft. Der Branchenverband Cannabiswirtschaft e.V.



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über uns
Der verband

Wir werden die Stimme der Cannabiswirtschaft in Deutschland und vertreten alle Branchensegmente und Unternehmensgrößen gegenüber Politik und Verwaltung . Unsere Fachbereiche gliedern sich in „Nutzhanf“, „Medizinalhanf“, „CBD“ sowie “Technik, Handel & Dienstleistung”.

Zu unseren Aufgaben soll die Mitarbeit in Fachräten/-ausschüssen der Ministerien sowie Anhörungen im Deutschen Bundestag oder der Bundesregierung gehören.

Wir bündeln industriepolitische, technologische und wirtschaftliche Expertise und setzen uns für bessere politischen Rahmenbedingungen ein. Notwendige regulatorische Fragen werden wir auf allen Ebenen begleiten. Hierzu organisieren wir Veranstaltungen und sprechen Entscheidungsträger direkt an.

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Mit freundlicher Genehmigung von Aphria Inc. & Hanffaser Uckermark eG
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Die cannabiswirtschaft
ein neuer verband entsteht
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AUSTAUSCH

Wir helfen beim Austausch von Informationen und Best-Practise-Beispielen. Hierzu dienen auch Veranstaltungen der Fachbereiche und Branchentreffen.

Wir schaffen eine Vielzahl von Dialogmöglichkeiten mit politischen Institutionen, Behörden, Verbänden und ausländischen Vertretungen in Deutschland.

In Ergänzung dazu bieten wir Publikationsmöglichkeiten und Fachinformationen sowie die Erarbeitung von Qualitätsstandards.

Info
AUFKLÄRUNG

Wir betreiben Öffentlichkeitsarbeit für das Thema Cannabis als Wirtschaftsgut.

Dies trägt zur Normalisierung der Sicht auf Cannabis bei, verbreitet die Kenntnis über die enorme Nutzungsvielfalt von Cannabis und stärkt öffentliche Unterstützung für eine sinnvolle Marktregulierung.

Dazu zählen u.a.: Pressearbeit, branchenspezifische Publikationen, öffentlicher/interner Newsletter, Image-Kampagnen & Präsenz auf Veranstaltungen und ausgewählten Messen. Mithilfe unserer Mitglieder führen wir Marktanalysen und Studien durch bzw. unterstützen diese bei der Erstellung.

VIER FACHBEREICHE
wir vertreten die gesamte branche

Deutschland nimmt im Bereich Cannabis als Medizin im europäischen Vergleich eine fortschrittliche Rolle ein. Basis für eine künftige starke Marktstellung im Hochlohnland Deutschland ist die Technologie- und Innovationsführerschaft in Entwicklung und Produktion von Cannabisprodukten in Verbindung mit höchster Qualität und Zuverlässigkeit.

Derzeit geht es um Fragen von Import- und Anbaulizenzen. Auch Regelungen zur Weiterverarbeitung, Fragen der Lagerung und Verpackung werden eine Rolle spielen. Die Fortbildung von Ärzten und Apothekern ist hierbei ebenso wichtig, wie die Förderung wissenschaftlicher Anwendungsforschung.

Die Kostenerstattung durch die Krankenkassen, Arzneimittelpreisverordnung, Abbau von Verschreibungsbürokratie, die Definition einer “schwerwiegenden Erkrankung” und die Vorgabe der “Austherapiertheit” sind Themen der politischen Arbeit.

Bei Nutzhanf stehen Regelungen des BtMG dem Industriegut entgegen. Stichworte: Biorohstoff, Dämmmaterial, Öle, Textilien.

Für Hanfbauern sind die Frage der Weiterverarbeitung und die Beschaffung entsprechender Maschinen wichtige Aspekte. Genossenschaften oder Zusammenschlüsse bzw. Schwerpunktregionen mit öffentlicher Förderung könnten hier Abhilfe schaffen. Ein Ziel könnte hier die Herausnahme des EU-zertifizierten Nutzhanfs aus dem BtMG sein.

Das Bedürfnis nach gesunder Ernährung und nachhaltiger Landwirtschaft haben dem Hanf in Lebensmitteln eine neue Wertschätzung zukommen lassen. Hier gilt es für uns, bestehende Überregulierungen zu vermeiden und sichere Qualitätsstandards weiter zu entwickeln. Gleichzeitig muss das Potential weiter in das öffentliche Bewusstsein gebracht werden. Die Vielfältigkeit sollte endlich den Boom erleben, den sie verdient hat.

Der Markt für CBD-Produkte ist stark im Wachstum. Gleichzeitig erfahren Hersteller und Vertreiber neue, starke Regulierungen, bis hin zur Verfolgung durch Polizei und Staatsanwaltschaften. Wir unterstützen die Interesenvertretung gegenüber der Politik und den Aufsichtsbehörden.
Die Einordnung als Novel Food, Verwendung von CBD in Kosmetika, aber auch die Deregulierung von natürlichem CBD in Lebensmitteln und anderen Produkten werden zentrale Themen innerhalb des Fachbereichs sein.
Eine Qualitätssicherung (Standardisierung) der Produkte erscheint sinnvoll und nötig; sowohl für Produkte als auch für Analyseverfahren von Behörden und Herstellern. Wir wollen die Möglichkeit von Zertifikaten und Qualitätssiegeln vorantreiben.

Zahlreiche Start-Ups, aber auch mittelständische Unternehmen entwickeln, verarbeiten und vertreiben Produkte rund um das Thema Cannabis und Hanf.

Hierzu zählen Hersteller von Anbau-, Beleuchtungs-, Bewässerungs- oder Düngetechnik, genauso wie Verbrauchsmaterialien und Analysetechnik. Deutsche Hersteller und Händler von Verdampfungsgeräten für medizinische Anwendungen gehören sogar zu den Weltmarktführern.

Wir wollen diese innovativen Marktteilnehmer vertreten und ihnen Repräsentanz und Vernetzung bieten. Aber auch Dienstleister mit speziellem Know-How wie Transportlogistik, Medien- und Beratungsleistungen oder Wissensvermittlung haben sich auf Cannabis spezialisiert. Diese finden bei uns ihre Ansprechpartner und dienen dem Aufbau der Branche in Deutschland.

VIER FACHBEREICHE
wir vertreten die gesamte branche

- Fachbereich - MEDIZINALHANF

Fachbereich medizinalhanf

Deutschland nimmt im Bereich Cannabis als Medizin im europäischen Vergleich eine fortschrittliche Rolle ein. Basis für eine künftige starke Marktstellung im Hochlohnland Deutschland ist die Technologie- und Innovationsführerschaft in Entwicklung und Produktion von Cannabisprodukten in Verbindung mit höchster Qualität und Zuverlässigkeit.

Derzeit geht es um Fragen von Import- und Anbaulizenzen. Auch Regelungen zur Weiterverarbeitung, Fragen der Lagerung und Verpackung werden eine Rolle spielen. Die Fortbildung von Ärzten und Apothekern ist hierbei ebenso wichtig, wie die Förderung wissenschaftlicher Anwendungsforschung.

Die Kostenerstattung durch die Krankenkassen, Arzneimittelpreisverordnung, Abbau von Verschreibungsbürokratie, die Definition einer “schwerwiegenden Erkrankung” und die Vorgabe der “Austherapiertheit” sind Themen der politischen Arbeit.

Nutzhanf & Lebensmittel

Fachbereich nutzhanf

Bei Nutzhanf stehen Regelungen des BtMG dem Industriegut entgegen. Stichworte: Biorohstoff, Dämmmaterial, Öle, Textilien.

Für Hanfbauern sind die Frage der Weiterverarbeitung und die Beschaffung entsprechender Maschinen wichtige Aspekte. Genossenschaften oder Zusammenschlüsse bzw. Schwerpunktregionen mit öffentlicher Förderung könnten hier Abhilfe schaffen. Ein Ziel könnte hier die Herausnahme des EU-zertifizierten Nutzhanfs aus dem BtMG sein.

Das Bedürfnis nach gesunder Ernährung und nachhaltiger Landwirtschaft haben dem Hanf in Lebensmitteln eine neue Wertschätzung zukommen lassen. Hier gilt es für uns, bestehende Überregulierungen zu vermeiden und sichere Qualitätsstandards weiter zu entwickeln. Gleichzeitig muss das Potential weiter in das öffentliche Bewusstsein gebracht werden. Die Vielfältigkeit sollte endlich den Boom erleben, den sie verdient hat.

- Fachbereich - Cannabidiol (CBD)

Fachbereich Cannabidiol (CBD)
und weitere cannabinoide

Der Markt für CBD-Produkte ist stark im Wachstum. Gleichzeitig erfahren Hersteller und Vertreiber neue, starke Regulierungen, bis hin zur Verfolgung durch Polizei und Staatsanwaltschaften. Wir unterstützen die Interesenvertretung gegenüber der Politik und den Aufsichtsbehörden. Die Einordnung als Novel Food, Verwendung von CBD in Kosmetika, aber auch die Deregulierung von natürlichem CBD in Lebensmitteln und anderen Produkten werden zentrale Themen innerhalb des Fachbereichs sein.

Eine Qualitätssicherung (Standardisierung) der Produkte erscheint sinnvoll und nötig; sowohl für Produkte als auch für Analyseverfahren von Behörden und Herstellern. Wir wollen die Möglichkeit von Zertifikaten und Qualitätssiegeln vorantreiben.

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Technik, Handel & Dienstleistungen

Fachbereich Technik,
Handel & Dienstleistungen

Zahlreiche Start-Ups, aber auch mittelständische Unternehmen entwickeln, verarbeiten und vertreiben Produkte rund um das Thema Cannabis und Hanf.

Hierzu zählen Hersteller von Anbau-, Beleuchtungs-, Bewässerungs- oder Düngetechnik, genauso wie Verbrauchsmaterialien und Analysetechnik. Deutsche Hersteller und Händler von Verdampfungsgeräten für medizinische Anwendungen gehören sogar zu den Weltmarktführern.

Wir wollen diese innovativen Marktteilnehmer vertreten und ihnen Repräsentanz und Vernetzung bieten. Aber auch Dienstleister mit
speziellem Know-How wie Transportlogistik, Medien- und Beratungsleistungen oder Wissensvermittlung haben sich auf Cannabis spezialisiert. Diese finden bei uns ihre Ansprechpartner und dienen dem Aufbau der Branche in Deutschland.

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med. Cannabis dürfen von drei Unternehmen ab 2020 jährlich angebaut werden
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betrug 2019 der Import von Medizinal-Cannabisblüten für Deutschland
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wendeten die gesetzlichen Krankenkassen für Medizinalcannabis 2018 auf
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betrug die Forschungs-Förderung der Bundesregierung für deutschen Nutzhanf von 2017 - 2019
angestrebte Projekte & Initiativen
Zukunft gestalten
Fachberatung
  • rechtliche & strategische Beratung für Mitglieder
  • Anträge, Musterschreiben, Checklisten, usw.
  • Vermittlung von Referenten
  • Unterstützung von Aus- & Weiterbildungsmaßnahmen
Kontakt zur politik
  • Informationen werden fachgerecht aufgearbeitet & Entscheidungsträgern zur Verfügung gestellt
  • direkte Ansprache von Anliegen der Branche bei relevanten Multiplikatoren & Fachpolitikern
Qualitätssicherung
  • Unterstützung bei der Definition, Zertifizierung und Überwachung technischer Qualitätsstandards
  • Einführung von Qualitätssiegeln
Forschung/Wissenschaft
  • Unterstützung & Initiierung von Forschungsprojekten
  • Hilfe bei Aquise und Beantragung von Fördergeldern
Jobbörse
  • Branchenspezifische Jobbörse
  • (lokale) Stellenausschreibungen
  • Mitarbeiterwechselkartei
marktanalysen
  • Erstellen von Marktübersichten
  • Studien & Analysen zur Branche
veranstaltungen
  • regelmässige Veranstaltungen im politischen Berlin
  • z.B. Parlamentarischer Abend oder Fachveranstaltungen für Entscheidungsvorbereiter
  • Praxis-Workshops & Round-Tables zu Problemlösungen
EU & Partner
  • Mitarbeit in wichtigen nationalen Interessenvertretungen
  • Mitgliedschaft in europäischen & internationalen Verbänden sowie Dachorganisationen
pressespiegel, brancheninfos & vieles mehr
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zukunft & chancen
Stimmen zur Cannabiswirtschaft
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Cem Özdemir, MdB
Foto: © Sedat Mehder (CC BY 3.0)
BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN

Ich denke es ist ein riesiger Wirtschaftszweig in Deutschland, der noch am Anfang ist und wachsen sollte. Der Gesetzgeber muss jetzt endlich den Rahmen dafür bereiten.

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Dr. Wieland Schinnenburg, MdB
FDP Bundestagsfraktion

Medizinalcannabis kann zu einem Exportschlager werden. Die deutsche Produktion sollte auf 50 Tonnen p.a. erhöht werden. Was Deutschland nicht benötigt, wird exportiert.

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Prof. Dr. jur. Stephan Quensel
Foto: Philipp Stengelin www.pvdhstudio.com
Universität Bremen (Emeritus)

Auch künftig wird Cannabis nicht nur als Medizin konsumiert werden.

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Prof. Dr. phil. habil. Gundula Barsch
Hochschule Merseburg

Raus aus der Braunkohle und rein in den Hanf!

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Dr. Stefan Meyer
Geschäftsführer
Neo-Livia GmbH

Hanf enthält mehr als 100 Wirkstoffe und ist somit weit mehr als nur ein Rauschmittel. Genauer kennen wir heute weniger als 10 Hanf-Inhaltstoffe. Der Rest wartet noch auf seine Entdeckung.

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Benjamin Patock
Head of International Relations
Boveda Inc.

Die deutsche Cannabiswirtschaft steht vor einer großen Herausforderung, da die Innovationstreiber aus historisch-politischen Gründen nicht aus dem deutschen Markt kommen. Hier müssen wir den Hebel ansetzen, um den Standort Deutschland zu stärken.

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Georg Wurth
Geschäftsführer
Deutscher Hanfverband

Eine vernünftige Regulierung des Cannabismarktes ist für Konsumenten wie Unternehmen gleichermaßen wichtig. Der Branchenverband wird die Stimme der Unternehmen in diesem Prozess.

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Lisa Haag
Geschäftsführerin
MJ Universe GmbH

Viele Firmen der deutschen Hanf- und Cannabiswirtschaft sind kleine und mittelständische Unternehmen, deren wirtschaftlichen Interessen gestärkt und öffentlich vertreten werden müssen.

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Jöran Kortmann
Geschäftsführer
Gärtnereibedarf Kortmann GmbH

Cannabis ist ein Zukunftsmarkt. Als Industrierohstoff, Lebensmittel, Medizin und als Genussmittel. Deutschland darf diesen Markt nicht verpassen. Ich möchte weder von Faserhanf aus China noch von Medizin aus den USA abhängig sein.

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Prof. Dr. Sebastian Scheerer
Professor für Kriminologie
Universität Hamburg (Emeritus)

Am meisten beeindruckt mich die Fähigkeit von Industrie-, bzw. Phytosanierungshanf, durch biologische Umwandlungsprozesse schwermetallverseuchte Böden zu sanieren, ohne dass die Giftstoffe ausgegraben und irgendwo deponiert werden müssen.

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Prof. Dr. Justus Haucap
Direktor Düsseldorf Institute for Competition Economics (DICE)
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

Der deutsche Cannabismarkt hat ein riesiges Potential, aber er muss vernünftig reguliert werden. Eine Branchenvertretung kann hier sehr wertvolle Inputs für eine informierte Debatte liefern.

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Konstantin Primbas
Apotheker und Inhaber
APONEO - Mehr als Apotheke

In den Apotheken erkennt man schnell, dass Hanf-/CBD-Produkte längst kein Randthema oder gar Modeerscheinung sind, sondern Mittel mit weitreichenden Einsatz- und Anwendungsmöglichkeiten sowie großem therapeutischen Potential für die Zukunft.

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Dr. Eva Högl, MdB
Stellv. Vorsitzende
SPD-Bundestagsfraktion

Cannabis muss legalisiert werden. Zugang, Anbau und Vertrieb von Cannabis müssen geregelt und kontrolliert werden. Dafür brauchen wir eine solide Cannabiswirtschaft.

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Maximilian Moosbrugger
Geschäftsführer
CANNAMIGO GmbH

Wir träumen von einer Welt, in der die Hanfpflanze gesellschaftlich akzeptiert ist und das Leben der Menschen durch ihre vielfältige Nutzungsmöglichkeiten verbessert wird.

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satzung, MITGLIEDSANTRAG & BEITRÄGE
presse
Für den Eintrag in den Presseverteiler, individuelle Anfragen und weitere Informationen melden Sie sich bitte unter presse@cannabiswirtschaft.de.
Pressemitteilung
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Branchenverband CannabisWirtschaft e.v. – Mehrheit der Fachpolitik im Bundestag spricht sich für geregelten CBD-Markt aus
Cannabiswirtschaft freut sich auf konstruktiven Dialog

 

20.11.2020 – (Berlin) Fraktionsübergreifend haben sich Fachpolitiker im Deutschen Bundestag für einen geregelten CBD-Markt ausgesprochen. Der Branchenverband Cannabiswirtschaft e.V. (BvCW) hat die Aussagen erfragt, gesammelt und zusammengestellt: Download hier.

Hierzu erklärt der Geschäftsführer des Branchenverband Cannabiswirtschaft e.V., Jürgen Neumeyer:

Nachdem sich fraktionsübergreifend die relevantesten Fachpolitiker im Bundestag für nötige Reformen im CBD-Bereich ausgesprochen haben, sollte einem konstruktiven Dialog für einen geregelten CBD-Markt in Deutschland wenig entgegenstehen. Die Aussagen der MdBs [Mitglieder des Deutschen Bundestages] spiegeln eine deutliche rechnerische Mehrheit im Bundestag wieder.

Als Cannabiswirtschaft freuen wir uns auf den kommenden Prozess und sind gerne bereit, den Dialog sowohl mit der Legislative als auch mit der Exekutive zu begleiten. Angesichts des jüngsten EuGH-Urteils erscheinen Schritte in Richtung Rechtssicherheit für Marktteilnehmer und Verbraucherinnen und Verbraucher überfällig.

Die Cannabiswirtschaft schlug kürzlich Eckpunkte für einen geregelten CBD-Markt in Deutschland vor. Der BvCW setzt sich dort u. a. für eine Grenzwertfindung für medizinische und nicht-apothekenpflichtige CBD-Produkte, Qualitätskontrollen, Jugend- und Verbraucherschutzregelungen ein und möchte so zu einem rechtssicheren und praktikablen CBD-Markt erreichen.

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Branchenverband CannabisWirtschaft e.v. begrüßt das eugh-urteil zu cannabidiol (CBD) und dem freien Warenverkehr
Geregelter CBD-Markt in Deutschland und Europa rückt näher

 

19.11.2020 – (Berlin) Der Gerichtshof der Europäischen Union (EuGH) teilte in der heutigen Pressemitteilung mit, dass “ein Mitgliedstaat [..] die Vermarktung von in einem anderen Mitgliedstaat rechtmäßig hergestelltem Cannabidiol (CBD) nicht verbieten [darf], wenn es aus der gesamten Cannabis-sativa-Pflanze und nicht nur aus ihren Fasern und Samen gewonnen wird”. Der Gerichtshof stellt weiter fest, dass das EU-Recht zur Definition der Begriffe “Droge” oder “Suchtstoff” unter anderem auf zwei Übereinkommen der Vereinten Nationen Bezug nimmt: das Übereinkommen über psychotrope Stoffe und das Einheitsübereinkommen über Suchtstoffe.

Hierzu erklärt der Geschäftsführer des Branchenverband Cannabiswirtschaft e.V., Jürgen Neumeyer:

“Als Cannabiswirtschaft begrüßen wir das heutige Urteil des Europäischen Gerichtshofes (Az. C-663/18), in dem unter anderem festgestellt wird, das Cannabidiol (CBD) keine “Suchtstoff” sei. Mit dem Urteil des EuGH wird ein geregelter CBD-Markt in Deutschland und Europa greifbarer. Die Cannabiswirtschaft hatte kürzlich Kriterien für einen geregelten CBD-Markt vorgeschlagen.

Der EuGH folgt somit der Auffassung der Weltgesundheitsorganisation (WHO), die mehrfach betonte, dass CBD nicht den Kriterien einer Droge im Sinne der internationalen Suchtstoffübereinkommen erfüllt. Damit sollte die sog. „Vorläufige Einschätzung“ der EU-Kommission, CBD als Betäubungsmittel zu betrachten, obsolet sein.

Die Bundesregierung ist nun ebenfalls aufgefordert, sich bei der Anfang Dezember anstehenden Neubewertung von Cannabis und Cannabinoiden auf internationaler Ebene in diesem Sinne einzusetzen und den Vorschlägen der WHO zu folgen.”

Der BvCW hat die entscheidenden Aussagen der WHO in seiner Schriftreihe “ELEMENTE Band 2” dokumentiert.

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Branchenverband CannabisWirtschaft e.v. – Cannabiswirtschaft schlägt Eckpunkte für einen geregelten CBD-Markt vor
BvCW: CBD darf nicht Betäubungsmittel werden; stattdessen brauchen wir einen geregelten Markt

 

10.11.2020 – (Berlin) Der Branchenverband Cannabiswirtschaft e.V. (BvCW) schlägt für Cannabidiol (CBD) die Entwicklung von Grenzwerten vor, die es einerseits erlauben, CBD als Heil- und Arzneimittel einzusetzen und andererseits einen regulierten Marktzugang unterhalb der Apotheke ermöglichen. Bestehende Rechtsunsicherheiten sollen damit abgebaut werden und verlässliche Regularien für Verbraucherschutz, Qualitätskontrollen und einen fairen Marktzugang ermöglicht werden. Hierzu hat der BvCW ein Positionspapier vorgelegt.

Wir brauchen Qualitätsstandards, Jugendschutz und einen klaren rechtlichen Rahmen“, so Dr. Stefan Meyer, Präsident des BvCW. „Gleichzeitig haben wir im Verband Selbstbeschränkungen beschlossen. Auch, um uns von schwarzen Schafen im Markt abzugrenzen.“ so Dr. Meyer weiter.

Die Bundesregierung ist aufgefordert, den Vorschlägen der WHO zu folgen und CBD endgültig aus dem Kontrollregime der internationalen Suchtstoffkontrolle heraus zu nehmen. Wir erwarten sowohl vom BMG als auch vom BMEL, dass sie sich dafür einsetzen, diesen wissenschaftlichen Empfehlungen der WHO zu folgen, und dass sie diese sowohl gegenüber der EU-Kommission als auch auf internationaler Ebene vertreten.

Anfang Dezember sollen beim UNODC die Vorschläge der WHO zur Neubewertung von Cannabis und Cannabinoiden auf internationaler Ebene verabschiedet werden. Weder die Bundesregierung noch die EU-Kommission haben sich hierzu bislang klar positioniert. Die EU-Kommission hatte sich kürzlich in einer sog. „Vorläufigen Einschätzung“ dafür ausgesprochen, CBD als Betäubungsmittel zu betrachten.

Die WHO sagt zur Einstufung von CBD gegenüber den Suchtstoffkontrollabkommen, dass: „Cannabidiol […] weder nach dem Übereinkommen von 1961 noch nach dem Übereinkommen von 1971 die Kriterien für die Kontrolle erfüllt. Da es die Kriterien von 1961 nicht erfüllt, kann es nicht als Betäubungsmittel angesehen werden.“ (E/CN.7/2020/CRP.4, Seite 70)

„Wir freuen uns über jüngste Aussagen von Bundestagsabgeordneten der schwarz-roten Regierungskoalition, sich für einen geregelten CBD-Markt in Deutschland einzusetzen. Die Schwierigkeiten des wachsenden CBD-Marktes in Deutschland und Europa sind offensichtlich auch in der Bundespolitik angekommen. Wir freuen uns nun auf einen konstruktiven Dialog, um die Unsicherheiten abzubauen und zu klaren Marktbedingungen zu kommen. Gegenüber europäischen und weltweiten Regularien droht sonst die heimische CBD-Wirtschaft ins Hintertreffen zu geraten. Das sollte vermieden werden!“ so Jürgen Neumeyer, Geschäftsführer des BvCW.

Anlagen:

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gibt zu CBD folgende Bewertung ab: „Cannabidiol zeigt kein Missbrauchs- oder Abhängigkeitspotential und die Nebenwirkungen sind minimal.“ (“Cannabidiol shows no potential for abuse or dependence and any ill-effects are minimal.”, E/CN.7/2020/CRP.4, Seite 57).

Stefan Pilsinger, MdB (CDU/CSU, Drogenpolitischer Sprecher):
“Schon jetzt aber ist klar, dass Ärzte, Patienten und Industrie trotz der Gesetzesänderung im März 2017 immer wieder auf große Hürden in der Verschreibung, Erstattung und Herstellung von Cannabinoidarzneimitteln stoßen. Ein einheitlicher Rechtsrahmen und eine vereinfachte Verordnungsfähigkeit von Cannabinoiden können hier Abhilfe schaffen. Auch über innovative Darreichungsformen von Cannabinoidarzneimitteln könnte man nachdenken. Gleichzeitig braucht es weitere Forschung, um die Potenziale von Cannabinoiden noch besser zu verstehen und ausschöpfen zu können. Neben dieser möglichen Nachjustierung sehe ich außerdem Handlungsbedarf bezüglich CBD. Der Markt von der Herstellung bis zum Vertrieb von CBD-Produkten ist nicht reguliert und bewegt sich nicht in einem rechtlich gesicherten Bereich, sondern in einem Graubereich. Hier wäre es sinnvoll, einen rechtlichen Rahmen zu schaffen, um den Umgang mit CBD besser und vor allem sicherer zu machen.“

Dirk Heidenblut, MdB (SPD, Drogenpolitischer Sprecher):
“Und im Übrigen: Auch im Hinblick auf die Cannabinoiden können wir gerne in Kürze mal darüber reden. Auch da würde ich Ihnen durchaus an vielen Stellen folgen. Da müssen wir eine Menge Dinge machen. Aber die kontrollierte Freigabe ist dennoch ein Weg, den wir gehen müssen.” 

Plenarprotokoll 19/186

Die Pressemitteilung finden Sie als PDF-Datei hier.

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Branchenverband CannabisWirtschaft e.v. (i.G.) – Cannabiswirtschaft unterstützt den Erschließungsantrag des Europäischen Parlaments zur Erhöhung des THC-Grenzwertes bei Nutzhanf auf 0,3 % THC

 

25.10.2020 – (Berlin) Der Branchenverband Cannabiswirtschaft e.V. begrüßt die Initiative des Europaparlaments, Nutzhanfsorten künftig wieder mit einem Grenzwert bis 0,3 % THC fördern zu wollen.

Hierzu erklärt Jürgen Neumeyer, der Geschäftsführer des Branchenverband Cannabiswirtschaft e.V. (i.G.):  

Die Anhebung des THC-Grenzwertes für europäischen Nutzhanf ist überfällig. Gerade in den vergangenen heißen und wasserarmen Sommern überschritten etliche Nutzhanfsorten den bisherigen Grenzwert von 0,2 % THC. Die vom Europäischen Parlament vorgeschlagenen Anhebung auf 0,3 % THC wäre wieder eine erste sinnvolle Erleichterung für die Nutzhanfbauern und für die weiterverarbeitende Industrie.

Die Dokumente finden Sie unter P9_TA-PROV(2020)0287 auf 

deutsch auf der Seite 7 in der Änderung Nr. 8. unter: https://start.cannabiswirtschaft.de/wp-content/uploads/2020/10/20201023-EP-TA-9-2020-0287_DE-Nr8.pdf

englisch auf der Seite 6 in Amendment 8 unter: https://start.cannabiswirtschaft.de/wp-content/uploads/2020/10/20201023-EP-TA-9-2020-0287_EN-Nr8.pdf

Die Pressemitteilung finden Sie als PDF-Datei hier.

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Branchenverband CannabisWirtschaft e.v. (i.G.) – Cannabis / CBD (Cannabidiol*): EU-Kommission vs WHO? 

Deutsche Cannabiswirtschaft ist besorgt und fragt die eu-kommission zu potentiellen Differenzen gegenüber der weltgesundheitsorganisation (who) in der bewertung von cbd als betäubungsmittel. die einschätzung der eu-kommission könnte viele Marktteilnehmer bedrohen.

 

04.09.2020 – (Berlin) „Die Pläne der EU-Kommission, CBD als Betäubungsmittel einzustufen, stehen denen der WHO nach unserer Einschätzung diametral gegenüber. Hier braucht die CBD-Branche Klarheit! Die möglichen Folgen könnten für viele Markteilnehmer im europäischen und deutschen CBD-Markt katastrophal sein.“, so Dr. Stefan Meyer, Präsident des Branchenverband Cannabiswirtschaft (BvCW). „Zahlreiche Unternehmen mit vielen Arbeitsplätzen wären von der Umsetzung der sog. ‘vorläufigen Einschätzung’ der EU-Kommission betroffen“, so Dr. Meyer weiter. „Diese Überlegungen widersprechen den Interessen von Verbrauchern, Produzenten, Inverkehrbringern und vielen Behörden gleichermaßen.“

Die EU-Kommission bestätigte dem BvCW in einem Schreiben, dass sie in ihrer „vorläufigen Einschätzung“ Cannabidiol (CBD) als Betäubungsmittel im Sinne der Suchtstoffkontrollabkommen betrachten möchte. Eine endgültige Entscheidung stünde noch aus.

Die WHO sagt zur Einstufung von CBD gegenüber den Suchtstoffkontrollabkommen, dass: „Cannabidiol[…] weder nach dem
Übereinkommen von 1961 noch nach dem Übereinkommen von 1971 die Kriterien für die Kontrolle erfüllt. Da es die Kriterien von 1961 nicht erfüllt, kann es nicht als Betäubungsmittel angesehen werden.“ (E/CN.7/2020/CRP.4, Seite 70)

Nach Auffassung des BvCW und etlichen anderen Organisationen (wie z.B. EIHA oder VCA) entspricht die Einschätzung der EU-Kommission nicht den wissenschaftlichen Grundlagen und sollte daher zurück gezogen werden. Die Cannabiswirtschaft zeigte sich bereits in einem Schreiben an die Bundesregierung besorgt über die mögliche Neueinschätzung der EU-Kommission von CBD als Betäubungsmittel und informierte die drogenpolitischen und landwirtschaftspolitischen Sprecherinnen und Sprecher der Bundestagsfraktionen.

* Cannabidiol (CBD) ist einer der beiden Hauptwirkstoffe in Pflanzen der Gattung Cannabis sativa. CBD wird vor allem aus THC-armen Nutzhanfsorten gewonnen und findet in zahlreichen Produkten Anwendung.

Die vorherige Pressemitteilung des BvCW zum Thema finden Sie hier.
Die Pressemitteilung finden Sie als PDF-Datei hier.

 

Anlage:
Auszüge des Schreiben des BvCW an die EU-Kommission vom 04.09.2020:
[…] Viele Marktteilnehmer der CBD-Branche sind über die Überlegungen der EU-Kommission, CBD als Betäubungsmittel einzustufen, sehr besorgt.

Das Expertengremium der WHO (ECCD) hat 2018 umfangreiche Untersuchungen zu Cannabis und einigen Cannabinoiden veröffentlicht, die zu einer Neubewertung dieser Stoffe durch die WHO führten.

Daraufhin schlägt die WHO dem UN-Generalsekretär am 23. Juli 2018 vor, CBD(-Produkte) nicht der internationalen Drogenkontrolle zu unterwerfen. Dort stellt die WHO fest:

„Es gibt keine Fallberichte über Missbrauch oder Abhängigkeit im Zusammenhang mit der Verwendung von reinem CBD. Mit der Verwendung von CBD wurden keine Probleme im Bereich der öffentlichen Gesundheit in Verbindung gebracht.“ (Seite 3). […]

Seitdem war die Neueinstufung schon auf mehreren Sitzungen der Commission on Narcotic Drugs (CND) Thema. In den Protokollen wird deutlich, dass die EU explizit zum Thema CBD nachgefragt hat und von der WHO diese Antwort erhielt:

“Die empfohlene Ausnahme von der Kontrolle von Cannabidiol besteht darin, dass es weder nach dem Übereinkommen von 1961 noch nach dem Übereinkommen von 1971 die Kriterien für die Kontrolle erfüllt. Da es die Kriterien von 1961 nicht erfüllt, kann es nicht als Betäubungsmittel angesehen werden.“ (E/CN.7/2020/CRP.4, Seite 70) […]

Die EU-Kommission hat die Einschätzung der WHO unseres Erachtens also noch einmal außerordentlich deutlich zusammengefasst bekommen: CBD ist keine Droge (im Sinne der Suchtstoffübereinkommen).

Vor diesen Hintergründen interessieren uns daher die Antworten auf diese Fragen:

1. Inwieweit zweifelt die EU-Kommission an der Kompetenz der WHO zur Einschätzung von CBD?

2. Welchen anderen Institution schreibt die EU-Kommission in Bezug auf die wissenschaftliche Einschätzung gegenüber CBD eine höhere Kompetenz als der WHO zu?

3. Aufgrund welcher Erkenntnisse existieren in der EU-Kommission Überlegungen, CBD als Betäubungsmittel zu betrachten?

4. Wird sich die EU-Kommission einer Neubewertung von Cannabis und anderen Cannabinoide auf internationaler Ebene entgegenstellen? Falls ja, welche Cannabinoide betrifft das? Aus welchen Gründen?

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Branchenverband CannabisWirtschaft e.v. (i.G.) – Bedarf an Medizinalcannabis-Importen soll 2020 um 37% auf 28.455 kg wachsen 

Coronabedingte Skepsis über geplanten 650 kg Anbau in Deutschland

 

30.08.2020 – (Berlin) Aus einer aktuell veröffentlichten Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage des MdB Dr. Schinnenburg und der FDP-Fraktion im Deutschen Bundestag geht hervor, dass der Import von medizinischem Cannabis stetig wächst und im Jahr 2020 mit beantragten* 28.455 kg einen neuen Höhepunkt erreichen soll.

 

Als Cannabiswirtschaft sehen wir einen anhaltenden, stetig wachsenden und stabilen Markt im Bereich des medizinischen Cannabis. Dies bestätigt unsere Prognosen“, so Dr. Armin Prasch, Vizepräsident und Fachbereichsleiter Medizinalcannabis des Branchenverband Cannabiswirtschaft. „Die erwartete Steigerung von rund 37% gegenüber 2019 führen wir auf die zunehmende Kenntnis von Ärztinnen und Ärzten in der therapeutischen Anwendung und eine verstärkte Nachfrage auf Patientenseite zurück, die sich durch die verändernde öffentliche Wahrnehmung gegenüber den Einsatzmöglichkeiten von Cannabis als Therapeutikum erklären könnte“, so Dr. Prasch weiter.

Für die inländische Produktion schliesst die Bundesregierung allerdings nun nicht mehr aus, „dass die in vielen Wirtschaftsbereichen anhaltenden Folgen der COVID-19 Pandemie einen zeitverzögernden Einfluss auf den Beginn der Lieferungen haben könnte“. Hierzu hatte die Bundesregierung 650 kg getrocknete Cannabisblüten für den Anbau 2020 in Deutschland beim International Narcotics Control Board (INCB) angegeben.

Wir vertreten auch eine Reihe von Importeuren, die diese Entwicklung begrüßen und sich den Herausforderungen eines anhaltend gesteigerten Bedarfs an medizinischen Cannabisprodukten stellen“, so Dr. Prasch (Vizepräsident BvCW). 

Die BvCW-Grafik darf unter Angabe der Quellen verwendet werden: “Grafik: © BvCW – Quelle: Bundesregierung – BTag Drs. 19/21416 – Stand: 08-2020″
Die BvCW-Grafik zum Download (inkl. Links) als .PDF – (ohne Links) als .PNG – (ohne Links) als .JPEG
*Anm.: Dies sind die vom BfArM beim INCB beantragten Höchstmengen für den möglichen Cannabisimport nach Deutschland. Die realen Importe weichen von dieser Antragstellung ab.

Die Pressemitteilung finden Sie als PDF-Datei hier.

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Branchenverband CannabisWirtschaft e.v. (i.G.) – Cannabiswirtschaft zeigt sich besorgt über geplante Neubewertung der EU-Kommission von Cannabidiol (CBD) als Betäubungsmittel 

Ein Wirtschaftszweig der Industrie ist gefährdet.

 

17.08.2020 – (Berlin) Der Branchenverband Cannabiswirtschaft e.V. hat in einem Schreiben an die Fachminister der Bundesregierung vor einer möglichen Neueinstufung von Cannabidiol (CBD) als Betäubungsmittel durch die EU-Kommission gewarnt.

Dr. Stefan Meyer, Präsident des BvCW hierzu:

„Eine Neueinstufung von CBD als Betäubungsmittel würde die wachstumsstarke CBD-Branche gefährden. Es liegen keinerlei wissenschaftlichen Erkenntnisse vor, die es sinnhaft erscheinen lassen, CBD als Betäubungsmittel zu deklarieren. Niemand braucht einen weiteren Schwarzmarkt. Stattdessen würden wir uns als Cannabiswirtschaft darüber freuen, zusammen mit der Bundesregierung über praktikable und sinnvoll regulierte Marktbedingungen für cannabinoidhaltige Produkte in Deutschland und der EU zu reden. Dazu gehört auch die Selbstregulierung der Branche und die Sicherheit für Verbraucherinnen und Verbraucher durch Qualitätsstandards. Manche Überregulierungen müssen fallen, andere Standards sollten hinzukommen.“

Zuvor hat der BvCW auf Nachfrage eine Bestätigung durch den Sprecher der Europäischen Kommission in Deutschland, Reinhard Hönighaus, erhalten. Hier heißt es u.a.:

„In Bezug auf CBD, das aus den blühenden und fruchtenden Spitzen der Hanfpflanze (Cannabis sativa L.) gewonnen wurde, hat die Kommission die Antragsteller über ihre vorläufigen Ansichten informiert und sie aufgefordert, bis Anfang September Stellung zu nehmen. Die Kommission wird anschließend über die Gültigkeit der betreffenden Anträge entscheiden“.

Laut EU-Kommission könnte CBD infolge der vorläufigen Ansicht “gemäß dem Allgemeinen Lebensmittelgesetz nicht als „Lebensmittel“ eingestuft werden und würden nicht in den Anwendungsbereich der Verordnung über neuartige Lebensmittel fallen”, so der Sprecher.

Der Branchenverband Cannabiswirtschaft informierte ebenfalls die Fachpolitiker im Bundestag.

Mit einem Musterschreiben an regionale Abgeordnete könnten, so der BvCW, betroffene Unternehmen auf die noch ausstehende endgültige Entscheidung der EU-Kommission Einfluss nehmen.

Die Pressemitteilung finden Sie als PDF-Datei hier.

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Branchenverband CannabisWirtschaft e.v. (i.G.) – Medizinalcannabis: Gleichbehandlung von privat-versicherten cannabispatienten und selbstzahlern gegenüber gesetzlich versicherten

Medizinisches cannabis soll für selbstzahler und privatpatienten nach den gleichen standards berechnet werden wie bei kassenpatienten.

 

14.04.2020 – (Berlin) Nach der Einigung zwischen dem Deutschen Apothekerverband (DAV) und dem Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) auf eine neue Preisbildung für die Abgabe und die Zubereitung bei medizinischem Cannabis, forderte der BvCW Bundesminister Spahn und Bundesminister Altmaier auf, Cannabispatienten, die Selbstzahler sind oder diese Leistung freiwillig von Ihrer Privaten Krankenkasse erhalten den gesetzlich Versicherten Cannabispatienten gleichzustellen. Hierzu sollte die Arzneimittelpreisverordnung (AmPreisV) durch die Verordnungsgeber (BM Gesundheit und BM Wirtschaft) entsprechend angepasst werden.

Dieser Schritt ist eine notwendige und logische Gleichbehandlung und entlastet vor allem selbstzahlende Cannabispatienten sowie die privaten Krankenversicherer, die diese Leistungen freiwillig erbringen. Das gehört zur Fairness in der Cannabismedizin“, so Dr. Armin Prasch, Vizepräsident des BvCW.

Nach Umfragen und Hochrechnungen des Branchenverbands Cannabiswirtschaft e.V. wären damit geschätzte 20-25 % aller Cannabispatienten betroffen, die ihre Leistungen nicht durch die gesetzlichen Krankenkassen bekommen. 

 

Das vollständige Schreiben an die Bundesminister sehen Sie als PDF-Datei hier.
Die Pressemitteilung finden Sie als PDF-Datei hier.

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Branchenverband CannabisWirtschaft e.v. (i.G.) – Drohende Lieferengpässe durch Corona-Krise bei Cannabispatienten

BvCW schlägt Lockerung der Vergaberichtlinien und des Dokumentationsaufwands für medizinisches Cannabis vor.

30.03.2020 – (Berlin) Der Branchenverband Cannabiswirtschaft e.V. (i.G.) [BvCW] schlägt dem Bundesgesundheitsministerium kurzfristige Maßnahmen und Änderungen der Betäubungsmittel-Verschreibungs-Verordnung (BtM-VV) vor, um drohende Lieferengpässe und Ansteckungsrisiken beim Umgang mit Medizinalcannabis zu reduzieren.

Hierzu erklärt der Präsident des BvCW, Dr. Stefan Meyer: „Wir sind besorgt, dass das Recht eines Patienten auf ein schmerzfreies Leben, insbesondere das der
Palliativpatienten, in der derzeitigen Corona-Krise gefährdet ist. Aber nicht nur diese, auch Menschen mit einem Tremor laufen Gefahr ohne THC-Blüten ihr eigenes Leben nicht mehr selbstständig gestalten zu können. Deshalb fordern wir die Bundesregierung auf, kurzfristige Maßnahmen zu ergreifen, um die Versorgungssicherheit von Cannabispatienten zu gewährleisten. Hierzu gehören u. a. infektionsärmere Versorgungswege für Patienten und behandelnde Ärzte. Wir haben dem Bundesgesundheitsminister hierzu kurzfristig umsetzbare Vorschläge unterbreitet.“

Im Schreiben des BvCW an Bundesminister Spahn, die Patientenbeauftragte Frau Prof. Dr. Schmidtke und die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Frau Ludwig, heißt es unter anderem:

„Die Lage der Cannabispatienten spitzt sich derzeit immer weiter zu. Aktuell ist die
Administration im Hintergrund nur sehr langsam oder nicht fristgerecht handlungsfähig. Zusätzlich sind die Logistikunternehmen aktuell sehr stark belastet. Daher kommt es in Folge der Corona-Krise derzeit zu Lieferengpässen in Bezug auf Medizinalcannabis.

Uns wurde berichtet, dass erste Cannabispatienten in Apotheken Ihre Medikamente (Cannabisblüten) nicht mehr erhalten, da die Apotheken nicht über ausreichend Schutzkleidung und Ausrüstung verfügen.

Schutzkleidung und Ausrüstung sind jedoch unter der aktuellen Vergabeverordnung zwingend notwendig, da die Apotheken verpflichtet sind, die in geschlossenen Behältern gelieferten Blüten umzuverpacken und nach einem Sichttest in ein neues Behältnis zu füllen. Teilweise werden die Blüten auch einer Dünnschichtchromatographie zur Qualitätskontrolle unterzogen. Damit die potentiell infizierten Apotheker Ihre Erkrankung nicht an ohnehin geschwächte Kunden weitergeben, müssen diese Untersuchungen von Apothekern in Schutzausrüstung absolviert werden. Sind diese Gegenstände (Desinfektionsmittel, Handschuhe, Mundschutz und Körperschutz) nicht oder nur teilweise vorhanden, bestünde die Gefahr, dass die Apotheker die “Risikogruppe
Cannabispatienten” anstecken. Daher ist es auch verständlich, dass Apotheker, die diese Ausrüstung nicht mehr und nur teilweise zur Verfügung haben, die Abgabe von Cannabis verweigern (zum Schutz des Patienten).

Zusätzlich zu dieser Problemlage sind Patienten aktuell gezwungen Ihre Rezepte
persönlich beim Arzt abzuholen und persönlich bei der Apotheke einzulösen, was aktuell sehr risikoreich ist.

Um diesen Problematiken ausreichend entgegenzuwirken und nach Möglichkeit so stark wie möglich zu reduzieren, gäbe es – unseres Erachtens – für den Zeitraum der CoronaKrise folgende Möglichkeiten der Sonderregelung:
• Neu- & Folgeverschreibungen von Cannabis müssen nicht mehr persönlich
erfolgen, sondern ab sofort per Videochat
• Die Lieferung dieser spezifischen Medikamente erfolgen per Kurier/ Taxi/ DHL
Express, damit die Risikogruppe sich keiner zusätzlichen Gefahr in den Apotheken
und Arztpraxen aussetzen
• Reduktion des bürokratischen und dokumentatorischen Aufwandes, um schnell
helfen zu können
• Belege werden digital z.B. per *.pdf-Dateien übersandt, um Papier weitestgehend
zu vermeiden (ist deutlich schneller und hat keine Gefahr der Virusübertragung)
• Um Lieferengpässen entgegen zu wirken, sollte über eine Vereinfachung der Einfuhr von Cannabis nachgedacht werden.

Die Vorschläge würden alle zusammen zu einer deutlichen Entlastung der ohnehin schon stark beeinträchtigten Cannabispatienten beitragen.“

 

Das vollständige Schreiben sehen Sie als PDF-Datei hier.
Die Pressemitteilung finden Sie als PDF-Datei hier.

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Branchenverband CannabisWirtschaft e.v. (i.G.) – Pressestatement:

Die Stimme der Cannabiswirtschaft in Deutschland

12.02.2020 – (BvCW – Berlin) Die SPD-Bundestagsfraktion hat in Ihrer gestrigen Sitzung eine Neupositionierung in der Cannabispolitik beschlossen. In einem Positionspapier „Cannabis: Neue Wege gehen!“ spricht sich die SPD-Fraktion für die Entkriminalisierung Konsumierender aus und fordert die Freistellung von Modellprojekten für die Abgabe von Cannabis an Erwachsene für die Kommunen.

Hierzu erklärt der Geschäftsführer des Branchenverbands Cannabiswirtschaft e.V. (i.G.) Jürgen Neumeyer:

„Die Positionierung der SPD begrüßen wir. Sie bringt wieder weitere Bewegung in die nötige Diskussion über die deutsche Cannabispolitik. Als Cannabiswirtschaft brauchen wir verlässliche Rahmenbedingungen, hohe Qualitätsstandards und wirksamen Jugendschutz für viele Bereiche unserer Branche. Dies ist unter derzeitigen Bedingungen vielfach nicht möglich. Mit der Neupositionierung der SPD kann die Regierungskoalition auch diese Felder beraten“

Gegenüber dem BvCW e.V. erklärt die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Dr. Eva Högl:

“Wir stehen vor einer neuen Drogenpolitik. Unser Beschluss war ein erster Schritt. Jetzt kommt es auf die CDU an. Eine neue Drogenpolitik ist längst überfällig. Zugang, Anbau und Vertrieb von Cannabis müssen geregelt und kontrolliert werden. Dafür brauchen wir eine solide Cannabiswirtschaft.”

Der zuständige Berichterstatter, Dirk Heidenblut MdB (Drogenpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion), erklärt zu der Positionierung, die mit nur wenigen Gegenstimmen am Dienstag-Abend beschlossen wurde:

„Die Prohibition von Cannabis in Deutschland ist krachend gescheitert. Sie kriminalisiert unnötig und begünstigt einen ausufernden Schwarzmarkt und überlastet Polizei und Justiz. In Modellprojekten soll gewillten Kommunen der Weg zu einer legalen und regulierten Abgabe von Cannabis ermöglicht werden.“ 

Insgesamt begreift die SPD Ihre Positionierung als „ersten Schritt“ einer neuen Drogenpolitik und fordert:

“Um kurzfristig bereits Verbesserungen zu erreichen, setzt sich die SPD- Bundestagsfraktion dafür ein, den Besitz von kleinen Mengen von Cannabis nicht weiter strafrechtlich zu verfolgen, sondern zukünftig ordnungsrechtlich zu ahnden.“

In den 1990er Jahren setzte sich die SPD-Bundestagsfraktion bereits mehrfach für die vollständige Entkriminalisierung von konsumbezogenen Bagatelldelikten ein, erneuerte diese Positionen aber in der 2000er Jahren nicht wieder. Der vorliegende Beschluss wurde im geschäftsführenden Vorstand der SPD-Bundestagsfraktion mehrfach verschoben. Zusammen mit den Forderungen der Fraktionen B90/Die Grünen, FDP und Die Linke erlangt eine Änderung der deutschen Cannabispolitik somit eine theoretische Mehrheit im Deutschen Bundestag.

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Branchenverband CannabisWirtschaft e.v. (i.G.) – Pressestatement:

Die Stimme der Cannabiswirtschaft in Deutschland

Erste Forderungen und Positionen der deutschen Cannabiswirtschaft

Zur Vorstellung des ersten Positionspapieres des BvCW e.V. erklärt der Präsident der Cannabiswirtschaft, Dr. Stefan Meyer:

“Im gesamten Bereich des deutschen Cannabismarktes gibt es viele Fragen, die mit Entscheidungsträgern besprochen werden müssen. Zentrum unserer Forderungen ist die Etablierung eines innovativen und nachhaltigen Marktes für Cannabis-Produkte auf Basis von Produktqualität, Verbraucherschutz und der Einhaltung und Beachtung zu schaffender Qualitätsstandards. Nach unserer ersten Vorstandssitzung sind wir zuversichtlich, viele Regulierungsfragen mit Administrationen, der Legislative und Marktteilnehmern zu klären. Um international wettbewerbsfähig zu bleiben, brauchen wir passende Rahmenbedingungen für den deutschen Cannabismarkt.”

Aus dem Positionspapier:

Als Cannabiswirtschaft setzen wir uns für die Etablierung eines innovativen und nachhaltigen Marktes für Cannabis-Produkte auf der Basis von Produktqualität, Verbraucherschutz und der Einhaltungen und Beachtung zu schaffender Qualitätsstandards, ein. Wir arbeiten derzeit in den Bereichen Medizinalcannabis, Nutzhanf, CBD, sowie Technik, Handel & Dienstleistungen. Als junger und wachsender Verband werden wir weiter an praktischen Lösungsvorschlägen für die Cannabiswirtschaft in Deutschland arbeiten und unsere Forderungen künftig weiter differenzieren. Detailliere Forderungen zu den Fachbereichen des Branchenverband Cannabiswirtschaft e.V. (i.G.) lesen Sie in unserem ersten Positionspapier auf www.cannabiswirtschaft.de.

Medizinalcannabis – Deutschland nimmt im Bereich des Medizinalcannabis im europäischen Vergleich eine fortschrittliche Rolle ein. Basis für eine künftige starke Marktstellung im Hochlohnland Deutschland ist die Technologie- und Innovationsführerschaft in Entwicklung und Produktion von Cannabisprodukten in Verbindung mit höchster Qualität und Zuverlässigkeit. Derzeit geht es im Bereich des medizinischen Cannabis um Fragen von Import- und Anbaulizenzen. Auch die Regelungen zur Weiterverarbeitung (z.B. Extrakte), Fragen der Lagerung (Sicherheit) und Verpackung (Fertigprodukte) werden eine Rolle spielen.

Nutzhanf – Im Bereich Nutzhanf stehen die Regelungen des BtMG einer einfachen Nutzung als Industriegut entgegen. Nicht alle zertifizierte EU Sorten sind für eine vielfältige Nutzung geeignet. Der zugelassene THC-Gehalt unterscheidet sich in Europa, bürokratische Verfahren und überflüssige Meldepflichten behindern noch immer die einfache und unbürokratische Verwendung von Cannabis als Biorohstoff, Dämmmaterial, Hanfplastik, Öl oder Textilstoff.  Das Potenzial von Hanf für eine nachhaltigere Landwirtschaft und Klimaschutz soll stärker kommuniziert werden.
Insbesondere im Bereich der Nutzhanfindustrie geht es darum, die Nachfrage für die diversen Produkte durch Öffentlichkeitsarbeit zu stärken sowie Verwertungs-/Produktionsketten für klassische und neue Produkte zu fördern. Der Biorohstoff Hanf mit seinen vielfältigen (und bislang noch nicht genutzten/erforschten) Einsatzmöglichkeiten sollte endlich die Aufmerksamkeit bekommen, den er verdient hat.

Hanf-Lebensmittel  Hanf als Lebensmittel unterliegt weitreichenden Regulierungen, die aus der Zeit des jahrzehntelangen Cannabisverbotes entstanden sind. Das Bedürfnis nach gesunder Ernährung und nachhaltiger Landwirtschaft haben dem Hanf in Lebensmitteln eine neue Wertschätzung zukommen lassen.

Cannabidiol  & andere Cannabinoide (nicht-medizinaler Bereich) – Der Markt für CBD & andere Cannabinoid-Produkte ist im starken Wachstum begriffen. Gleichzeitig erfahren Hersteller und Vertreiber von CBD-Produkten neue Regulierungen, bis hin zur Maßnahmen durch Aufsichtsbehörden und Staatsanwaltschaften. Der BvCW tritt für rechtliche Sicherheit für Kommerzialisierung und Handel von und mit CBD & Cannabinoid-Produkten durch Positionierung gegenüber Politik, Wirtschaft und Verbrauchern ein. Ein zusätzlicher Schwarzmarkt – ähnlich dem mit THC-haltigen Produkten – muss vermieden werden. Verbraucherschutz, Rahmenbedingungen und Qualitätssicherungen müssen für die verschiedenen Anwendungen (z.B. Lebensmittel, Kosmetik, usw.) von CBD und anderen Cannabinoiden jeweils einzeln mit allen Beteiligten dialogisch erörtert und festgelegt werden.

Die Einordnung von CBD-Extrakten als „Novel Food“ ist sehr kritisch zu hinterfragen, und muss geändert werden. Der aktive Dialog mit beteiligten Behörden und Entscheidungsträgern in diesen Fragen gehört zu den Aufgaben des BvCW.  Bei der Verwendung von CBD oder anderen Cannabinoiden in Kosmetika und Lebensmitteln müssen wissenschaftliche Erkenntnisse zu praktikablen Rahmenbedingungen führen. Dies gilt auch für die Nutzung von natürlichem CBD in Lebensmitteln und anderen Produkten.

Technik, Handel & Dienstleistungen – Zahlreiche Start-Ups, aber auch mittelständische Unternehmen entwickeln, verarbeiten und vertreiben Produkte rund um das Thema Cannabis und Hanf. Unternehmen, die aus Hanf Verpackungen, kompostierbare Materialien, Papier, Textil oder andere hanf-basierte Rohstoffe herstellen, fördern die Innovationen rund um die Pflanze Cannabis und helfen durch nachhaltige Produktionsansätze bei der Sicherung unserer Lebensgrundlagen.

Aber auch Dienstleister mit speziellem Know-How wie Transportlogistik, Medien- und Beratungsleistungen oder Wissensvermittlung haben sich auf das Thema Cannabis spezialisiert. Hierzu zählen Hersteller von Anbau-, Beleuchtungs-, Bewässerungs- oder Düngetechnik, genauso wie Verbrauchsmaterialien und Analysetechnik. Hersteller und Händler deutscher Rauch- und Verdampfungsgeräten für medizinische Anwendungen gehören sogar zu den Weltmarktführern.

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Branchenverband CannabisWirtschaft e.v. (i.G.) – Erste Positionierung:

Die Stimme der Cannabiswirtschaft in Deutschland

Als Cannabiswirtschaft setzen wir uns für die Etablierung eines innovativen und nachhaltigen Markts für Cannabis-Produkte auf der Basis von Produktqualität, Verbraucherschutz und der Einhaltungen und Beachtung zu schaffender Qualitätsstandards ein.

Wir arbeiten derzeit in den Bereichen Medizinalcannabis, Nutzhanf, CBD, sowie Technik, Handel & Dienstleistungen. Als junger und wachsender Verband werden wir weiter an praktischen Lösungsvorschlägen für die Cannabiswirtschaft in Deutschland arbeiten und unsere Forderungen künftig weiter differenzieren.

 

Medizinalcannabis

Deutschland nimmt im Bereich des Medizinalcannabis im europäischen Vergleich eine fortschrittliche Rolle ein. Basis für eine künftige starke Marktstellung im Hochlohnland Deutschland ist die Technologie- und Innovationsführerschaft in Entwicklung und Produktion von Cannabisprodukten in Verbindung mit höchster Qualität und Zuverlässigkeit.

Derzeit geht es im Bereich des medizinischen Cannabis um Fragen von Import- und Anbaulizenzen. Auch die Regelungen zur Weiterverarbeitung (z.B. Extrakte), Fragen der Lagerung (Sicherheit) und Verpackung (Fertigprodukte) werden eine Rolle spielen.

  • Die regulatorischen Bedingungen zum Medizinalhanfanbau sollen verbessert werden, beispielsweise durch die Ermöglichung des nachhaltigeren Anbaus in kontrollierten Gewächshäusern und nicht nur in Hochsicherheitsanlagen.
  • Die Fortbildung von Ärzten und Apothekern zu den medizinischen Einsatzmöglichkeiten von Cannabis muss gefördert werden.
  • Die wissenschaftliche Anwendungsforschung von Medizinalcannabis soll durch öffentliche Forschungsförderung unterstützt werden.
  • Sämtliche behördlichen Regularien und Verfahrensweisen für Firmen der Medizinalcannabisbranche sollen bundesweit vereinheitlicht werden.
  • Eine Kostenreduktion für die Solidargemeinschaft und die Patientinnen und Patienten soll z.B. durch eine Überarbeitung der Arzneimittelpreisverordnung realisiert werden.
  • Soweit möglich soll die Zulassung von cannabinoidhaltigen Fertigarzneien durch Politik und Behörden unterstützt werden.

 

Nutzhanf & Hanf-Lebensmittel

Im Bereich Nutzhanf stehen die Regelungen des BtMG einer einfachen Nutzung als Industriegut entgegen. Nicht alle zertifizierte EU Sorten sind für eine vielfältige Nutzung geeignet. Der zugelassene THC-Gehalt unterscheidet sich in Europa, bürokratische Verfahren und überflüssige Meldepflichten behindern noch immer die einfache und unbürokratische Verwendung von Cannabis als Biorohstoff, Dämmmaterial, Hanfplastik, Öl oder Textil-Grundstoff.  Die Potentiale von Hanf für eine nachhaltigere Landwirtschaft und Klimaschutz sollen stärker kommuniziert werden.

Insbesondere im Bereich der Nutzhanfindustrie geht es darum, die Nachfrage für die diversen Produkte durch Öffentlichkeitsarbeit zu stärken sowie Verwertungs-/Produktionsketten für klassische und neue Produkte zu fördern. Der Biorohstoff Hanf mit seinen vielfältigen (und bislang noch nicht genutzten/erforschten) Einsatzmöglichkeiten sollte endlich den Boom erleben, den er verdient hat.

Wir setzen uns in Fragen der Weiterverarbeitung, der technischen Fortentwicklung und der Vermarktung des Rohstoffes Hanf im Sinne der Hanfbauern und einer nachhaltigen Agrarpolitik ein.

  • Die Förderung von Hanf-Schwerpunktregionen (Clustern), Unterstützung bei der Entwicklung spezieller Ernte- und Verarbeitungsmaschinen müssen zu Themen politischer Entscheidungsträger und finanzieller Förderung werden.
  • Erzeugernetzwerke für die Vernetzung von Landwirten und innovativen Unternehmern die mit Hanf arbeiten wollen (aber derzeit keinen Rohstoff bekommen) sind zu fördern.
  • Die finanzielle Unterstützung des Hanfanbaus in Deutschland muss durch neu zu schaffende Prämien pro Hektar Anbaufläche initiiert werden.
  • Wir fordern die Umstrukturierung von der Anmelde- und Kontrollverfahren durch das BLE für Nutzhanf; z.B. durch Wegfall der Erntefreigabe, um so zu mehr Freiheit in der Bestimmung des Erntezeitpunktes zu erreichen.
  • Die übervorsichtigen THC-Grenzwerte für landwirtschaftliche Erzeugnisse mit Hanf müssen korrigiert werden. Kurzfristig halten wir einen Grenzwert von 1,0% THC für sinnvoll und realisierbar.
  • Die Herausnahme des EU-zertifizierten Nutzhanfs aus dem BtMG ist mittelfristiges Ziel der Cannabiswirtschaft.

Hanf als Lebensmittel unterliegt weitreichenden Regulierungen, die in der Zeit des jahrzehntelangen Cannabisverbotes entstanden sind. Das Bedürfnis nach gesunder Ernährung und nachhaltiger Landwirtschaft haben dem Hanf in Lebensmitteln eine neue Wertschätzung zukommen lassen.

  • Der BvCW setzt sich gegen bestehende Überregulierungen ein.
  • Das Potential von Hanf in Lebensmitteln muss weiter in das öffentliche Bewusstsein gebracht werden.
  • Im Bereich von hanfhaltigen Lebensmittel müssen die THC-Grenzwerte ebenfalls anhand von wissenschaftlichen Erkenntnissen korrigiert werden.

 

Cannabidiol  & andere Cannabinoide (nicht-medizinaler Bereich) 

Der Verband positioniert sich für medizinische CBD-Anwendungen im Bereich Mezidizinalcannabis (siehe oben).

Der Markt für CBD & andere Cannabinoid-Produkte ist im starken Wachstum begriffen. Gleichzeitig erfahren Hersteller und Vertreiber von CBD-Produkten neue Regulierungen, bis hin zur Maßnahmen durch Aufsichtsbehörden und Staatsanwaltschaften. Der BvCW tritt für rechtliche Sicherheit für Kommerzialisierung und Handel von und mit CBD & Cannabinoid-Produkten durch Positionierung gegenüber Politik, Wirtschaft und Verbrauchern ein. Ein zusätzlicher Schwarzmarkt – ähnlich dem mit THC-haltigen Produkten – muss vermieden werden.

Verbraucherschutz, Rahmenbedingungen und Qualitätssicherungen müssen für die verschiedenen Anwendungen (z.B. Lebensmittel, Kosmetik, usw.) von CBD und anderen Cannabinoiden jeweils einzeln mit allen Beteiligten dialogisch erörtert und festgelegt werden.

Die Einordnung von CBD-Extrakten als „Novel Food“ ist sehr kritisch zu hinterfragen, und muss geändert werden. Der aktive Dialog mit beteiligten Behörden und Entscheidungsträgern in diesen Fragen gehört zu den Aufgaben des BvCW.  Bei der Verwendung von CBD oder anderen Cannabinoiden in Kosmetika und Lebensmittel müssen wissenschaftliche Erkenntnisse zu praktikablen Rahmenbedingungen führen. Dies gilt auch für die Nutzung von natürlichem CBD in Lebensmitteln und anderen Produkten.

  • Der BvCW fordert Rahmenbedingungen für eine gesicherte und belastbare Verkehrsfähigkeit von CBD & CBD-Produkten.
  • Wir setzen uns für Qualitätssicherung und Standardisierungen bei CBD & CBD-Produkten sowie bei Analyseverfahren ein und werden die Möglichkeiten eines Qualitätszertifikates prüfen.
  • Sämtliche behördlichen Regularien und Verfahrensweisen für Firmen der Cannabinoid-Branche sollen bundesweit vereinheitlicht werden.

 

Technik, Handel & Dienstleistungen

Zahlreiche Start-Ups, aber auch mittelständische Unternehmen entwickeln, verarbeiten und vertreiben Produkte rund um das Thema Cannabis und Hanf. Unternehmen, die aus Hanf Verpackungen, kompostierbare Materialien, Papier, Textil oder andere hanf-basierte Rohstoffe herstellen, fördern die Innovationen rund um die Pflanze Cannabis und helfen durch nachhaltige Produktionsansätze bei der Sicherung unserer Lebensgrundlagen.

Aber auch Dienstleister mit speziellem Know-How wie Transportlogistik, Medien- und Beratungsleistungen oder Wissensvermittlung haben sich auf das Thema Cannabis spezialisiert. Hierzu zählen Hersteller von Anbau-, Beleuchtungs-, Bewässerungs- oder Düngetechnik, genauso wie Verbrauchsmaterialien und Analysetechnik. Hersteller und Händler deutscher Rauch- und Verdampfungsgeräten für medizinische Anwendungen gehören sogar zu den Weltmarktführern.

Der BvCW nimmt die Interessen dieser innovativen Marktteilnehmer wahr und verschafft ihnen die nötige Repräsentanz und Vernetzung.

  • Durch die Förderung von innovativen hanf-orientierten Produktionsideen und Materialien wollen wir drohende Importabhängigkeiten reduzieren und Alternativen zu fossil-basierten Materialien und Produkten beschleunigen.
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Präsidium des BvCW, v.l.n.r.: Jürgen Neumeyer (Geschäftsführer), Marijn Roersch van der Hoogte (Vizepräsident),
Dr. Stefan Meyer (Präsident), Dr. Armin Prasch (Vizepräsident)
Der „Branchenverband Cannabiswirtschaft e.V. (i.G.) – BvCW“ positioniert
sich als kommende Stimme der Cannabisbranche in Deutschland

Mitte Dezember wurde der Branchenverband Cannabiswirtschaft e.V. in Berlin gegründet. Der BvCW e.V. (i.G.) versteht sich als Interessenvertretung der gesamten Cannabiswirtschaft in Deutschland und wird als Ansprechpartner für Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Medien fungieren. Vertreten sind alle Bereiche der aufstrebenden Branche: Medizinalcannabis, Nutzhanf, CBD, Import, Dienstleistungen, Handel und Technik.

Als Präsident des BvCW wurde Dr. Stefan Meyer (Neo-Livia GmbH) gewählt. Für den Bereich Medizinalcannabis wurde Dr. Armin Prasch (Fidelio Healthcare GmbH & Co. KG) und für den Bereich Nutzhanf Marijn Roersch van der Hoogte (Hanffaser Uckermark eG) als Vizepräsidenten ernannt. Als Geschäftsführer wurde Jürgen Neumeyer bestimmt.

Der Präsident des BvCW, Dr. Meyer, erklärte zur Gründung:

„Eine Interessenvertretung für die Cannabiswirtschaft in Deutschland war überfällig. Der BvCW will die starke Stimme für alle in Deutschland bereits aktiven Unternehmen im Bereich Cannabis werden. Viele regulatorische Fragen müssen besprochen und vernünftig gestaltet werden. Im internationalen Vergleich muss Deutschland im Bereich Forschung, Gesetzgebung und in marktkonformen Regularien aufholen. Wir werden als Cannabiswirtschaft dabei helfen!“.

Für den Bereich Medizinalhanf erklärt der Vizepräsident des BvCW, Dr. Armin Prasch:

„Das 2017 beschlossene „Cannabis als Medizin“-Gesetz eröffnet gute Voraussetzungen für medizinisch angewendetes Cannabis in Deutschland. Hierzu erscheint es erforderlich, dass sowohl geltende Regulierungen und Qualitätsstandards eingehalten werden als auch, dass diese, z. B. durch Standardisierung und Zertifizierung, durchaus neu definiert und angepasst werden können. Dies mit dem Ziel, einerseits die Produktsicherheit zu erhöhen und sicherzustellen und andererseits, derzeit noch bestehende Vorurteile und Bedenken bei allen Beteiligten – neben dem Verbraucher insbesondere auch in der Ärzte- und Apothekerschaft und beteiligten Behörden – zu korrigieren und abzubauen. Hier wollen wir mit allen Akteuren zu einem wissenschaftlich fundierten Austausch beitragen, auch und gerade unter Berücksichtigung und Bewertung von Daten und Ergebnissen aus der internationalen Community.“

Für den Bereich Nutzhanf erklärt der Vizepräsident des BvCW, Herr Roersch van der Hoogte:

„Hanf wird als nachwachsender Rohstoff und als Lebensmittel in Deutschland und Europa eine wichtige Rolle spielen. Überholte Grenzwerte und offene Fragen in der vielfältigen Anwendung von Cannabis als Rohstoff, als Lebensmittel und als Nahrungsergänzungsmittel werden von uns gegenüber der Politik angesprochen. Wir haben viel Aufklärungsarbeit vor uns und sollten uns auf einen internationalen Wettbewerb sinnvoll vorbereiten.“

14 Unternehmen aus der Cannabiswirtschaft nahmen an der Gründungsversammlung teil und initiierten den Verein, der sich bis zur ordentlichen Eintragung in der Gründung befindet. Weitere Unternehmen haben in den ersten Tagen nach der Gründungsversammlung ihren Beitrittswunsch erklärt. Als weitere Präsidiumsmitglieder wurden gewählt: Lisa Haag (MJ Universe GmbH), Michael Greif (Drapalin Pharmaceuticals GmbH), Sven Kallies (Thankyoujane GmbH), Benjamin Patock (Bovida Inc.), Philipp Weber (Cannamigo GmbH), Joscha Krauß (MH medical hemp GmbH), Maximilian Moosbrugger (Cannamigo GmbH), Dr. Ulrich Thibaut (TherCanni GmbH).

Der Verband wird seinen vorläufigen Hauptstadtsitz in der Marienstr. 30, 10117 Berlin im Regierungsviertel haben.

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